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VON: BEAT
Rahel Bertschi (Beinwil) hat am letzten Samstag im spanischen Soria sensationell Staffel-Gold im Orientierungslauf geholt.
 |   Überglückliche Rahel
  Lisa, Sandrine, Rahel
| (bme) Rahel Bertschi durfte die Schweiz an den diesjährigen Jugend-Europameisterschaften im Orientierungslauf vertreten – und sie machte einen sensationellen Job dabei. Bertschi lief die erste Strecke des Schweizer Damen-Teams bei den 16-Jährigen Mädchen. Sie konnte sich bereits nach den ersten Posten an die Spitze setzen. Anschliessend lief sie zusammen mit der Tschechin, bevor Bertschi eine längere Gabelung erwischte und den direkten Kontakt verlor. Nach einem gröberen Fehler von circa 3 Minuten kämpfte sich Rahel wieder an das Spitzentram heran und übergab an Lisa Holer (Möhlin) mit nur 30 Sekunden Rückstand auf die Führenden. Bertschi legte den Grundstein für den Erfolg.
Sowie Holer als auch die Schlussläuferin Sandrine Müller (Unterägeri) liefen zweimal Streckenbestzeit. Die Konkurrentinnen waren chancenlos und mussten am Schluss einen niederschmetternden Rückstand von 8 Minuten und mehr auf die Schweizerinnen hinnehmen, die heuer nicht zu bezwingen waren.
Eingespieltes Team Lisa und Rahel, beide im Aargauer OL-Nachwuchskader aktiv, laufen bereits seit mehreren Jahren die Staffel Schweizermeisterschaften gemeinsam. Bis vor einem Monat an den Meisterschaften lief Bertschi noch nie die Startstrecke. Es könnte also eine neue Stärke der 16-Jährigen sein, denn an den Schweizermeisterschaften verblüffte sie ihre Konkurrentinnen um mehr als 5 Minuten. Nach dem jetzigen Erfolg an den Europameisterschaften, wird sie auch selbst nicht mehr daran zweifeln.
Pech im Sprint Am Tag nach dem Staffel-Gold, stand der Sprint auf dem Programm. Bertschi legte einen Blitzstart hin und lag bei Rennmitte gar auf dem 5. Zwischenrang. Beim letzten Posten passierte das Missgeschick. Durch ungeschickte Markierung seitens Veranstalter verpasste Rahel den richtigen Zieleinlauf und musste nochmals zum letzten Posten zurück ehe sie Richtung Ziel einbiegen konnte – ein fataler Zeitverlust in einem Sprint von 40 Sekunden. Am Schluss reichte es dennoch für den guten 14. Rang von insgesamt 76 klassierten Läuferinnen. Der Frust über den verpassten Top-10 Rang oder gar ein Diplom sitzt dennoch tief. Die Gewissheit, dass man mit den Schnellsten mithalten kann, ist ein kleiner Trost.
Schwieriges Gelände Am Wettkampf über die Langdistanz lief es Bertschi nicht rund. Im ruppigen und technisch anspruchsvollen Gelände musste sie einen grösseren Fehler bereits beim dritten Posten verkraften. Anschliessend büsste sie durch einen schlechteren Routenwahlentscheid nochmals wertvolle Zeit ein. Am Schluss reichte es immer noch für den 35. Rang.
Herzlicher Empfang in Zürich Am Montag wurden die drei Mädchen mit allen anderen Schweizer Medaillengewinner und Gewinnerinnen in Zürich mit einem herzlichen Empfang begrüsst. Man darf gespannt sein, was diese junge und motivierte Truppe in Zukunft an Resultaten nach Hause bringt.
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