Merkblatt Zecken

Mit der warmen Jahreszeit, den Trainings in der Natur und der OL-Saison beginnt auch wieder die „Zeckenzeit“. Folgende kurze Informationen zeigen auf,welche Folgen diese kleinen Sauger für uns Sportler/innen haben können und was dabei zu beachten ist. Zeckenbisse sind ernst zu nehmen, aber es besteht keinen Grund zur Panik.
Wo sind Zecken anzutreffen?
Zecken kommen in allen Gegenden bis zu einer Höhe von ca. 2’000 m.ü.M. vor und sind ab einer Temperatur von rund 10° C aktiv. Vor allem sind sie aber in Wäldern, Waldrandgebieten, Wiesen, Parks und Gärten anzutreffen. Dort sitzen sie höchstens 1.50 Meter über Boden und warten darauf, von vorbeikommenden Menschen oder Tieren abgestreift zu werden. Dabei heften sie sich an der Haut fest und beissen unmerklich zu, um an das Blut heran zu kommen und sich damit voll zu saugen. Dabei können Bakterien und Viren in den Körper gelangen.
Welche Erkrankungen können durch Zecken übertragen werden?
Die Lyme-Borreliose ist eine bakterielle Erkrankung. Bis zu sechs Wochen nach dem Zeckenstich kann sich eine ringförmige Hautrötung um die Stichstelle ausbreiten. Die Infektion kann sich im Auftreten von Allgemeinsymptomen wie Müdigkeit, Kopfschmerzen, Fieber, Muskel- und Gelenkschmerzen äussern. Eine unbehandelte Lyme-Borreliose kann noch mehrere Monate nach dem Zeckenstich zu Nervenentzündungen, Hirnhautentzündung sowie Lähmungen führen. Ein Impfstoff für Menschen gegen Lyme-Borreliose ist nicht verfügbar. Vorallem im Frühstadium kann die Lyme-Borreliose aber problemlos mit Antibiotika behandelt werden.
Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) wird durch Viren übertragen und äussert sich nach ein bis zwei Wochen in grippeähnlichen Symptomen wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen. Die FSME kann zu Hirnhautentzündungen sowie zu Entzündungen des Nervensystems führen. Diese Erkrankung bzw. die Zecken mit diesem Virus sind bedeutend seltener als jene der Lyme-Borreliose. Gegen diesen Virus sollte man sich impfen lassen (siehe unten).
Wie kann man sich vor einer Erkrankung schützen?
FSME-Impfung: DieseImpfung gibt einen nachhaltigen Schutz gegen die virusübertragene Krankheit (2Impfungen in kürzeren Abständen und eine 3. Impfung nach ca. 9 Monaten).Sie wird allen häufigen Waldbenutzern empfohlen (Waldarbeiter, Orientierungsläufern,usw.)
Nachkontrolle: NachAufenthalten in der Natur (Wäldern, Wiesen, Waldrandgebieten, Gärten, etc.) istes sehr empfehlenswert die Haut gründlich nach Zecken abzusuchen.
Kleidung: sofern möglich körperbedeckende Kleidung tragen
Zeckensprays
Zeckenentfernung:Möglichst frühzeitig und vorsichtig. Die Zecke mit einem geeigneten Gerät(Pinzette) so nah wie möglich an der Haut fassen und nach oben herausziehen.Die Stichstelle anschliessend desinfizieren. Bleibt ein Teil der Zecke in derHaut zurück oder entzündet sich die Stichstelle, muss ein Arzt aufgesuchtwerden.
